Haushaltsabfälle und Recycling

Einheiten: Abfälle in Kilogramm pro Kopf sowie Recyclingquote in Prozent
Stand: 25.02.2019

Das Ziel der Landesregierung ist es, möglichst viele Haushaltsabfälle einer hochwertigen, insbesondere stofflichen Verwertung zuzuführen. Hierfür ist u.a. die Intensivierung und Optimierung der getrennten Erfassung, insbesondere von Bio- und Grünabfällen, erforderlich.

Die Trendanalyse für die Gesamtmenge der Haushaltsabfälle ist über die letzten 10 Jahre signifikant konstant.

Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie NRW (2016): Bis 2020 Erreichung einer Recyclingquote von 65% (Anteil der stofflich verwerteten Bioabfälle und werthaltigen Abfälle an der Gesamtmenge der Haushaltsabfälle).

Die Trendanalyse für die Recyclingquote der letzten 10 Jahre ist signifikant steigend.

 

  • Hintergrund / Bedeutung

    Hintergrund / Bedeutung

    Zur Herstellung von Produkten werden Rohstoffe wie z.B. Erdöl und Metalle verbraucht. Wenn Produkte nach Gebrauch zu Abfall werden, enthalten sie in der Regel noch nutzbare Bestandteile. Die Nutzung z.B. von Papier-, Glas-, Kunststoff- oder Bio- und Grünabfällen führt dazu, dass weniger primäre Rohstoffe wie Holz, Öl oder Mineralien verbraucht werden. Auch der Energieverbrauch zur Herstellung neuer Produkte ist geringer, wenn Papier-, Glas- oder Kunststoffabfälle eingesetzt werden können. Abfallmengen und Verwertungs- oder Recyclingquoten geben daher Hinweise darauf, in welchem Umfang die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen beiträgt.

    In einem dicht besiedelten Land wie Nordrhein-Westfalen besitzen die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfällen und die umweltverträgliche Entsorgung von Abfällen einen besonderen Stellenwert. In den rund 8,5 Millionen privaten Haushalten fallen Bio- und Grünabfälle, werthaltige Abfälle, wie z.B. Glas, Papier, Kunststoffe, sowie Restabfälle an. Die jährliche Menge dieser so genannten Haushaltsabfälle bewegt sich im Durchschnitt bei rund 8,4 Millionen Tonnen.

  • Ziele

    Ziele

    Das Ziel der Landesregierung ist es, möglichst viele Haushaltsabfälle einer hochwertigen, insbesondere stofflichen Verwertung zuzuführen. Hierfür ist u.a. die Intensivierung und Optimierung der getrennten Erfassung, insbesondere von Bio- und Grünabfällen, erforderlich.

    Nachhaltigkeitsstrategie NRW (2016): Bis 2020 Erreichung einer Recyclingquote von 65% (Anteil der stofflich verwerteten Bioabfälle und werthaltigen Abfälle an der Gesamtmenge der Haushaltsabfälle).

  • Trendanalyse Abfall

    Die Gesamtmenge der Haushaltsabfälle (Haus- und Sperrmüll sowie getrennt erfasste Abfälle) bewegt sich seit 1995 bei durchschnittlich rund 8,4 Millionen Tonnen pro Jahr und hat sich kaum verändert. Im selben Zeitraum ist die Pro-Kopf-Menge an Haus- und Sperrmüll kontinuierlich zurückgegangen, während die Pro-Kopf-Menge an getrennt gesammelten Bio- und Grünabfällen sowie werthaltigen Abfällen stetig zugenommen hat.

  • Trendanalyse Recyclingquote

    Die Recyclingquote steigt seit 1995 kontinuierlich an. Im Jahr 2017 lag sie bei 50%. Ein deutlicher Anstieg war in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre zu verzeichnen. Seither hat sich der Anstieg verlangsamt. Die aktuelle Steigerung der Recyclingquote ist vor allem auf eine Ausweitung der Getrenntsammlung von Bio- und Grünabfällen zurückzuführen. Diese haben mit 49% den größten Anteil an der Recyclingquote. Es folgen Papier, Pappe, Kartonagen mit 29% und Glas mit 9%.

  • Definition

    Definition

    Der Indikator zu Haushaltsabfällen und Recycling setzt sich aus zwei Teilindikatoren zusammen:

    1. „Haus- und Sperrmüll, Bio- und Grünabfälle sowie werthaltige Abfälle“: Menge an Haus- und Sperrmüll sowie getrennt gesammelten Bio- und Grünabfällen sowie werthaltigen Abfällen pro Einwohner und Jahr in NRW.
    2. „Recyclingquote“: Stofflich verwerteter Anteil der Haushaltsabfälle.
  • Datenquellen

    Datenquellen, Berechnung und Einheit

    Datengrundlage sind die jährlichen Siedlungsabfallbilanzen für Nordrhein-Westfalen, die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz erstellt und vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz veröffentlicht werden.

    Beim Teilindikator „Haus- und Sperrmüll, Bio- und Grünabfälle sowie werthaltige Abfälle“ erfolgen die Angaben zu den Haus- und Sperrmüllmengen und den getrennt gesammelten Abfällen in Kilogramm pro Einwohner und Jahr.

    Seit dem Jahr 2012 werden die auf Basis des Zensus 2011 fortgeschriebenen Bevölkerungszahlen verwendet.

    Die Recyclingquote beschreibt den prozentualen Anteil der Haushaltsabfälle, der getrennt gesammelt und Anlagen bzw. Verfahren zugeführt wird, die eine stoffliche Verwertung zum Ziel haben. Die Recyclingquote wird bezogen auf den Input der Anlagen anhand von Annahmen zu den jeweils stofflich verwerteten Anteilen ermittelt.

Indikatoren zu Abfall, Boden und Wasser

Datentabelle Abfall

Abfälle in Kilogramm pro Kopf 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Hausmüll 286 277 269 258 251 245 237 233 225 229 228 228 226 223 226 222 223 219 213 216 211 212 212
Wertstoffe 174 191 203 209 229 233 229 236 229 235 234 242 246 242 241 236 242 253 249 264 256 260 258

Datentabelle Recyclingquote

Recyclingquote in Prozent 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Recyclingquote 36 39 41 44 45 45 45 47 45 46 46 47 47 48 48 48 48 49 50 51 50 50 50