Energieproduktivität

Einheit: Normierung auf 1991 = 100
Stand: 11.03.2019

In NRW sollen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen die Ressourcen- und Energieeffizienz gesteigert und Energie eingespart werden (Klimaschutzgesetz NRW). Nach Berechnungen im Rahmen des Klimaschutzplans erscheint es möglich, die Endenergieproduktivität langfristig bis 2050 auf 1,5 bis 1,8% pro Jahr zu steigern.

Der Trend der Energieproduktivität ist über die letzten 10 Jahre signifikant konstant.

2015 lag der Indexwert für die Energieproduktivität in NRW bei 120,2. Im Zeitraum von 2006 bis 2015 hat sich die Energieproduktivität kaum geändert.

  • Hintergrund / Bedeutung

    Hintergrund / Bedeutung

    Die Energieproduktivität ist ein Maß für die effiziente Verwendung von Energie. Gebildet durch den Quotienten aus Bruttoinlandsprodukt und Primärenergieverbrauch zeigt sie an, wie viel Primärenergie für das letztendlich erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt eingesetzt wurde. Ziel einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung ist die Entkopplung des Energieverbrauchs von der wirtschaftlichen Entwicklung. Ein sinkender Energieverbrauch bei steigendem Bruttoinlandsprodukt wird also als Steigerung der Energieproduktivität verstanden.

  • Ziele

    In der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und im Energiekonzept der Bundesregierung ist das Ziel verankert, die Energieproduktivität bis 2020 gegenüber 1990 zu verdoppeln.

    Auch in NRW sollen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen die Ressourcen- und Energieeffizienz gesteigert und Energie eingespart werden (Klimaschutzgesetz NRW).

    Nach Berechnungen im Rahmen des Klimaschutzplans erscheint es möglich, die Endenergieproduktivität langfristig bis 2050 auf 1,5 bis 1,8% pro Jahr zu steigern.

  • Trendanalyse

    2015 lag der Indexwert für die Energieproduktivität in NRW bei 120,2. Im Zeitraum von 2006 bis 2015 hat sich die Energieproduktivität kaum geändert. Der in der Graphik erkennbare leichte Anstieg der Energieproduktivität ist statistisch noch nicht sicher belegbar.

    Auf Bundesebene wurde zwischen 1990 und 2015 eine Steigerung der Energieproduktivität um mehr als 50% erreicht (Quelle:Umweltbundesamt). In NRW ist die Energieproduktivität im gleichen Zeitraum nur um ca. 20% gestiegen. Dieses Ergebnis begründet sich in der landesspezifischen Wirtschaftsstruktur mit energieintensiven Industrien. Mit einer Steigerung der Energieproduktivität um ca. 20% ist ein erster Schritt in die richtige Richtung erfolgt, NRW bleibt hierbei jedoch aktuell hinter dem Bundesdurchschnitt zurück.

  • Definition

    Definition

    Die Energieproduktivität erfasst, wie viel Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer Einheit Primärenergieverbrauch (PEV) „produziert“ wird. Sie wird ausgedrückt als das Verhältnis BIP/PEV. Eine steigende Energieproduktivität ist damit gleichbedeutend mit einem effizienteren Einsatz von Energie.

  • Datenquellen

    Datenquellen, Berechnung und Einheit

    Das Bruttoinlandsprodukt wird für die Länder nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGR d L)“ ermittelt. Der Primärenergieverbrauch wird auf der Basis der Energiebilanz in NRW im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW jährlich vom Landesbetrieb Informatik und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) berechnet.

    Um die beiden Größen vergleichbar zu machen und ihre Entwicklung im Zeitablauf darzustellen, wurden sie als Indexgröße bezogen auf das Jahr 1991 (=100) gesetzt.

Indikatoren zu Klima, Energie und Effizienz

Datentabelle Energieproduktivität

Normierung auf 1991 = 100 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Energieproduktivität 100,0 101,2 100,1 101,8 101,2 98,8 103,0 106,2 111,7 112,8 114,1 110,0 102,7 112,2 113,4 115,1 114,3 118,8 111,7 109,1 116,2 117,7 118,2 117,8 120,2