Schwermetalleintrag an ländlichen Stationen

Einheit: Normierung auf 1986 = 1,0
Stand: 13.11.2019

Ziel ist die Immissionen von Schwermetallen, wie z.B. Blei und Cadmium weiter zu reduzieren.

Der Trend des Eintrags von Blei und Cadmium im Staubniederschlag an ländlichen Stationen  ist über die letzten 10 Jahre signifikant fallend.

  • Hintergrund / Bedeutung

    Hintergrund / Bedeutung

    Schwermetalle, wie z.B. Blei und Cadmium, sind natürliche Bestandteile der Erdkruste und werden durch Aktivitäten des Menschen in die Umwelt eingetragen. So werden Metalle insbesondere bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe sowie bei ihrer Herstellung (Verhüttung) und Verarbeitung in großen Mengen freigesetzt. Weitere wichtige Emissionsquellen sind Müllverbrennungsanlagen, die Zementindustrie, die Glasindustrie und der Kraftfahrzeugverkehr. Metalle sind in der Umwelt langlebig und werden ständig weiter verbreitet. Sie wirken in bestimmten Konzentrationen toxisch und können die Bodenfunktionen und die Qualität der darauf wachsenden Pflanzen beeinträchtigen. So können sie sich auch in Nahrungs- und Futterpflanzen anreichern und gelangen damit in die Nahrung des Menschen.

    Der Schwermetalleintrag wird in Nordrhein-Westfalen bereits seit Mitte der 1980er-Jahre im Wirkungsdauermessprogramm NRW kontinuierlich gemessen. Durch diverse Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität konnten in den letzten 25 Jahren die Emissionen von Schwermetallen in NRW stark gesenkt werden. Diese Senkungen, die beispielsweise durch Emissionsminderungsmaßnahmen in Industriebetrieben, Stilllegungen von Anlagen oder durch das Verbot von Blei in Kraftstoffen und Bremsbelägen zu erklären sind, sind auch auf der Immissionsseite sichtbar.

  • Ziele

    Ziele

    Die Immissionen von Schwermetallen, wie z.B. Blei und Cadmium, sollen weiter reduziert werden.

  • Trendanalyse

    Der Eintrag von Blei und Cadmium im Staubniederschlag an ländlichen Stationen ist seit 1986 deutlich zurückgegangen. Die Reduzierung dieser Immissionen geht wahrscheinlich zum einen auf das Verbot von Blei in Kraftstoffen als auch auf Emissionsminderungsmaßnahmen in Betrieben bzw. die Stilllegung von Betrieben zurück.

    In den letzten 10 Jahren bewegen sich die Gehalte auf einem gleichbleibenden niedrigen Niveau.

  • Definition

    Definition

    Der Indikator gibt den relativen Eintrag von Blei (Pb) und Cadmium (Cd) im Staubniederschlag an. Die mit Hilfe des Indikators dargestellte langfristige Entwicklung an ländlichen Stationen gibt Hinweise zur landesweiten Hintergrundbelastung.

  • Datenquellen

    Datenquellen, Berechnung und Einheit

    Der Indikator stellt die Entwicklung des Eintrags von Blei und Cadmium als Mittelwert der Ergebnisse von fünf ländlich gelegenen Hintergrund-Messstationen im Eggegebirge (Velmerstot), in der Eifel (Simmerath), im Bergischen Land (Osenberg), im Rothaargebirge (Hilchenbach) und im Münsterland (Bocholt) dar. Die Daten wurden im Rahmen des Wirkungsdauermessprogramms NRW im Zeitraum von 1986/1987 bis 2006 als Jahressammelproben nach dem sog. Bergerhoffverfahren ermittelt. Für das Jahr 1991 liegen keine Werte vor. Seit dem Jahr 2007 werden die Daten durch monatliche Messsätze erhoben, aus denen der Jahresmittelwert errechnet wird. Die Jahresmittelwerte werden auf das Anfangsjahr der Zeitreihe (= 1986) normiert. Aus den normierten Werten für Blei und Kadmium berechnet sich als Mittel der Index, der der Zeitreihe zugrunde liegt.

Indikatoren zu Abfall, Boden und Wasser

Normierung auf 1986 = 1,0 1986 1987 1988 1989 1990 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Schwermetalleintrag 1,00 1,07 0,78 0,72 0,67 0,59 0,60 0,52 0,48 0,47 0,43 0,51 0,32 0,35 0,29 0,30 0,25 0,36 0,32 0,27 0,20 0,20 0,17 0,15 0,13 0,12 0,15 0,10 0,12 0,08 0,11 0,15