Ökologische Landwirtschaft

Einheit: Anteil an landwirtschaftlicher Nutzfläche in Prozent
Stand: 04.12.2019

Ziel ist es, die ökologisch bewirtschaftete Fläche ambitioniert auszuweiten, da der konsequente Verzicht auf bestimmte Betriebsmittel die Umwelt schont und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leistet.

Der Trend der ökologisch bewirtschafteten Fläche ist über die letzten 10 Jahre signifikant steigend.

  • Hintergrund / Bedeutung

    Hintergrund / Bedeutung

    Da etwa die Hälfte der Landesfläche in Nordrhein-Westfalen landwirtschaftlich genutzt wird, hat die Art der Landnutzung einen großen Einfluss auf Natur und Landschaft. Ein Beispiel für natur- und umweltverträgliche Anbaumethoden liefert der ökologische Landbau. Dieser verzichtet konsequent auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche Stickstoffdünger und legt besonderen Wert darauf, den Boden durch abwechslungsreiche Fruchtfolgen zu schonen. Er dient somit der Erhaltung und Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit als Grundlage einer dauerhaften Ertragsfähigkeit. Gentechnisch veränderte Organismen dürfen zur Erzeugung von Ökoprodukten nicht eingesetzt werden. Die ökologische Wirtschaftsweise führt zu weniger Rückständen in Lebensmitteln, schont die Gewässer und trägt zur Vielfalt der Arten- und Lebensgemeinschaften bei.

  • Ziele

    Ziele

    Ziel ist es, die ökologisch bewirtschaftete Fläche ambitioniert auszuweiten, da der konsequente Verzicht auf bestimmte Betriebsmittel die Umwelt schont und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leistet.

    Auf Bundesebene wird ein Flächenanteil der ökologischen Landwirtschaft von 20% bis 2030 angestrebt (Indikatorenbericht zur biologischen Vielfalt).

  • Trendanalyse

    2018 lag der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche bei 5,9% der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche Nordrhein-Westfalens. Der Anteil ist seit 1995 beständig angestiegen. Nach einem Stillstand in den Jahren 2011-2015, konnte ab 2016 wieder ein deutlicher Anstieg bei der Umstellungsbereitschaft verzeichnet werden. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Der Strukturwandel in der Landwirtschaft insgesamt, die hohen Pachtpreise, die geringere Umstellungsbereitschaft in den Jahren 2011-2015 wegen hoher konventioneller Erzeugerpreise und ab 2016/2017 ein Peak der Umstellungsbereitschaft bedingt u.a. durch den niedrigen konventionellen Milchpreis, usw. Nachdem 2017 82.487 ha Fläche ökologisch bewirtschaftet wurde, stieg der Anteil der ökologischen Flächen 2018 auf 85.320 ha in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund der größeren Nachfrage nach Bio-Produkten und Umstellungsbereitschaft der Landwirte ist tendenziell ein weiterer Anstieg der Ökoflächen zu erwarten.

    Auch wenn der Anteil der ökologischen Landwirtschaft insgesamt ansteigt, so ist er doch noch weit entfernt von dem im Bundesdurchschnitt angestrebten Wert von 20% der landwirtschaftlichen Flächen.

  • Definition

    Definition

    Der Indikator gibt den Anteil der in NRW ökologisch bewirtschafteten Flächen (gemäß Verordnung (EG) Nr. 834/2007), bezogen auf die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) an. Bei Betrieben die nur einen Teil ihrer Fläche ökologisch bewirtschaften, wird nur diese Teilfläche berücksichtigt.

  • Datenquellen

    Datenquellen, Berechnung und Einheit

    Die Daten werden in NRW jährlich auf Basis der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 erhoben.

    Hinweise zu externen Datenquellen

    Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Indikatoren zu Natur und ländlichen Räumen

Datentabelle Öko LW

Anteil an landwirtschaftlicher Nutzfläche in Prozent 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Nutzfläche 0,5 0,9 1,0 1,1 1,2 1,4 1,6 2,6 3,0 3,1 3,4 3,7 3,6 4,0 4,1 4,2 4,6 4,8 4,8 4,8 4,8 4,8 5,4 5,7 5,9