Endenergieproduktivität

Einheit: Normierung auf 1991 = 100
Stand: 10.05.2021

In NRW sollen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen die Ressourcen- und Energieeffizienz gesteigert und Energie eingespart werden (Klimaschutzgesetz NRW). Nach Berechnungen im Rahmen des Klimaschutzplans erscheint es möglich, die Endenergieproduktivität langfristig bis 2050 auf 1,5 bis 1,8% pro Jahr zu steigern.

2018 lag der Indexwert für die Endenergieproduktivität in NRW bei 144,6. Das Ergebnis der Trendanalyse über die letzten 10 Jahre ist steigend.

  • Hintergrund / Bedeutung

    Hintergrund / Bedeutung

    Die Endenergieproduktivität ist ein Maß für die effiziente Verwendung von Energie. Gebildet durch den Quotienten aus Bruttoinlandsprodukt und Endenergieverbrauch zeigt sie an, wie viel Endenergie für das letztendlich erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt eingesetzt wurde. Ziel einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung ist die Entkopplung des Energieverbrauchs von der wirtschaftlichen Entwicklung. Ein sinkender Energieverbrauch bei steigendem Bruttoinlandsprodukt wird also als Steigerung der Endenergieproduktivität verstanden.

  • Ziele

    Ziele Energieproduktivität

    In der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und im Energiekonzept der Bundesregierung ist das Ziel verankert, die Energieproduktivität bis 2020 gegenüber 1990 zu verdoppeln.

    Auch in NRW sollen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen die Ressourcen- und Energieeffizienz gesteigert und Energie eingespart werden (Klimaschutzgesetz NRW).

    Ziel der Landesregierung ist, die Endenergieproduktivität langfristig bis 2050 um 1,5% bis 1,8% pro Jahr zu steigern.

  • Trendanalyse

    Trend (lang)

    2018 lag der Indexwert für die Endenergieproduktivität in NRW bei 144,6. Das Ergebnis der Trendanalyse über die letzten 10 Jahre ist signifikant steigend. Ziel der Landesregierung ist es, die Endenergieproduktivität bis zum Jahr 2050 um 1,5 bis 1,8 % pro Jahr zu steigern.

    Auf Bundesebene wurde zwischen 1990 und 2019 eine Steigerung der Endenergieproduktivität um 60 % erreicht (Quelle: Umweltbundesamt). In NRW ist die Energieproduktivität im Zeitraum zwischen 1990 und 2018 nur um ca. 45 % gestiegen. Dieses Ergebnis begründet sich in der landesspezifischen Wirtschaftsstruktur mit energieintensiven Industrien.

  • Definition

    Definition

    Die Endenergieproduktivität erfasst, wie viel Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer Einheit Endenergieverbrauch (EEV) „produziert“ wird. Sie wird ausgedrückt als das Verhältnis BIP/EEV. Eine steigende Endenergieproduktivität ist damit gleichbedeutend mit einem effizienteren Einsatz von Energie.

  • Datenquellen

    Datenquellen, Berechnung und Einheit

    Das Bruttoinlandsprodukt wird für die Länder nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGR d L)“ ermittelt. Der Primärenergieverbrauch wird auf der Basis der Energiebilanz in NRW im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW jährlich vom Landesbetrieb Informatik und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) berechnet.

    Um die beiden Größen vergleichbar zu machen und ihre Entwicklung im Zeitablauf darzustellen, wurden sie als Indexgröße bezogen auf das Jahr 1991 (=100) gesetzt.

Indikatoren zu Klima, Energie und Effizienz

Datentabelle Energieproduktivität

Normierung auf 1991 = 100 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Energieproduktivität 100 101,1 100,2 103,1 98 97,9 100,5 104,2 108,8 111,6 113 116,8 117,8 117,5 119,6 119,2 125,7 120,1 128,5 122,9 134,3 135,2 134,7 141 143,3 142,4 148,9 144,6